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Johann Gottlieb Fichte – Gesamtausgabe

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Das Projekt

Johann Gottlieb Fichte (1762 bis 1814) war der bedeutendste Vertreter der Transzendentalphilosophie in der Nachfolge Immanuel Kants. Zu seinen Lebzeiten fand nur ein Teil seines Schaffens in Form von gedruckten Publikationen den Weg in die Öffentlichkeit. Fast alle seine Vorlesungen zur Grundfragen der Philosophie, der Wissenschaftslehre, blieben ungedruckt. Die 1957 ins Leben gerufene Kommission zur Herausgabe des Fichte-Nachlasses an der Bayerischen Akademie der Wissenschaften stetzte sich als Ziel, diese der Wissenschaft bis dahin nur schwer zugänglichen Werke in einer textkritischen und mit erläuternden Anmerkungen versehenen Ausgabe zu veröffentlichen. Um einen umfassenden Überblick über das Gesamtœuvre zu erhalten, beschloß man, die Ausgabe auf Vollständigkeit anzulegen und auch die zu Lebzeiten erschienenen Werke, Fichtes Korrespondenz und die Kollegnachschriften miteinzubeziehen und so eine Gesamtausgabe zu erstellen. Ursprünglich auf 20 Bände angelegt umfaßt sie 42 Bände.

Das Erscheinen der Gesamtausgabe hat einen nachhaltigen Wandel in der Beurteilung der Fichteschen Philosophie bewirkt und einen nicht zu überschätzenden Impuls zur Erforschung und wissenschaftlicher Auseinandersetzung mit dem Werk Fichtes gesetzt. Übersetzungen in 17 Sprachen, Bibliographien, Gründung der Internationalen J. G. Fichte-Gesellschaft und nationaler Fichte-Gesellschaften, regelmäßig stattfindende internationale und nationale Fichte-Kongresse, Etablierung eines wissenschaftlichen Publikationsorgans: der Fichte-Studien. Beiträge zur Geschichte und Systematik der Transzendentalphilosophie.

Die Edition

Die Johann Gottlieb Fichte-Gesamtausgabe stellt die erste wissenschaftliche, textkritische Edition aller Schriften Johann Gottlieb Fichtes dar. Sie umfasst sowohl die zu Lebzeiten veröffentlichten als die sich im Nachlass befindlichen Werke, sämtliche Briefe von und an Fichte und die Mitschriften seiner Vorlesungen. Mit dem Erscheinen des 42. Bandes im Jahr 2012 ist die Ausgabe vollständig abgeschlossen. Damit ist diese Ausgabe eine der wenigen philosophischen Editionen, die das Werk des Autors zum jetzigen Zeitpunkt in Vollständigkeit repräsentiert.

Ergänzend zur Gesamtausgabe erschienen sechs Bände: Fichte im Gespräch. Berichte der Zeitgenossen, hg. von Erich Fuchs, sowie vier Bände: J. G. Fichte in zeitgenössischen Rezensionen, hg. von Erich Fuchs.

Förderung

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